Fragen & Antworten
...rund um das GeoLaB-Projekt
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Geoenergie ist ein bedeutender Baustein im globalen Wandel hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung. Die Geothermie spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da sie – anders als Wind- oder Solarenergie – ohne großen Flächenbedarf auskommt, unabhängig von Wind und Wetter ist und Speichermöglichkeiten bietet. Die größte und bisher fast ungenutzte Energiequelle liegt dabei im Grundgebirge aus kristallinem Gestein. Um diese Energiequelle sicher und nachhaltig zu nutzen und in die Wärmeversorgung zu integrieren, ist umfassende Forschung notwendig.
Wie immer bei der Erforschung eines komplexen Themas erfordert auch die Weiterentwicklung der Geothermie einen langen Atem und die Zusammenarbeit vieler Forschungsteams – ähnlich wie die Photovoltaik-Technologie, die über Jahrzehnte hinweg durch kontinuierliche Forschung und Verbesserungen zu einer effizienten und weit verbreiteten erneuerbaren Energiequelle geworden ist. Unterschiedliche Forschungsteams gehen oft mit verschiedenen Herangehensweisen und Ideen an die Fragestellungen heran. Jedes Team trägt durch seine Arbeit dazu bei, dass am Ende innovative Lösungen entstehen.
Das Forschungsprojekt GeoLaB ist Teil einer international vernetzten Forschungslandschaft, die durch den ständigen Austausch von Erkenntnissen große Fortschritte ermöglicht. Deutschland kann dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und wichtige Beiträge leisten zur Nutzung der enormen Energiemenge, die tief im kristallinen Gestein verborgen liegt.
Neben dem ökologischen Nutzen birgt die großflächige Nutzung von Geothermie auch wirtschaftliches Potenzial, indem neue Arbeitsplätze geschaffen, Fachkräfte ausgebildet und Wertschöpfungsketten aufgebaut werden können. Die GeoLaB-Forschung spielt somit nicht nur eine wichtige Rolle für die Wärmewende, sondern kann auch zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands beitragen.
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Im Tromm-Gesteinsmassiv des Odenwalds liegt das kristalline Gestein besonders nahe an der Oberfläche und lässt sich deshalb voraussichtlich gut untersuchen. So lassen sich im geplanten Forschungslabor Vorgänge direkt beobachten, die bei der Nutzung von Erdwärme normalerweise tief unter der Erdoberfläche im Verborgenen stattfinden. Ob diese Vermutungen zutreffen und sich der Odenwald tatsächlich so gut für das Forschungslabor eignet, wird in der Aufsuchungsphase untersucht. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung über den Standort Tromm für das GeoLaB-Projekt. Die Entscheidung hängt von wissenschaftlichen Kriterien, aber auch den politischen Rahmenbedingungen ab.
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Diese Frage können wir in der aktuellen Aufsuchungsphase von GeoLaB noch nicht beantworten. Die Ergebnisse aller Untersuchungen der Aufsuchungsphase werden in einem wissenschaftlichen Standortgutachten zusammengefasst. Die Entscheidung über die geologische Eignung der Tromm-Region ist für das späte Frühjahr 2026 geplant. Dann werden die Weichen für die nächste Phase, die Planungs- und Genehmigungsphase, gestellt, in der unter anderem der Verlauf des Stollens geplant und ein Standort für den Stolleneingang gesucht werden.
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GeoLaB ist ein Projekt der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten deutschen Forschungsorganisation. Das Projekt GeoLaB wird mit rund 35 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. 15 Millionen Euro steuert die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bei.
Mit diesem Geld werden die Aufsuchungsphase und die Errichtung von GeoLaB finanziert. Die Forschung in GeoLaB erfolgt projektbasiert durch unterschiedliche öffentliche Förderungen.
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Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ist in der Aufsuchungs- und Errichtungsphase als Kooperationspartner beteiligt, um Erfahrung im Aufbau von Untertageinfrastrukturen zu sammeln. Die Beteiligung der BGE an GeoLaB endet mit der Inbetriebnahme des Forschungslabors. Am konkreten GeoLaB Standort wird kein Endlager errichtet werden. Der gesetzlich geregelte Auswahlprozess für ein Endlager verläuft unabhängig von der Grundlagenforschung der BGE mit GeoLaB.
Weitere Informationen: BGE-Einstufung zur Endlagersuche
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Auszug aus dem Endlagersuche-Navigator der BGE mit dem Erkundungsgebiet von GeoLaB und dem GeoLaB-Bohrplatz
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am 3.11.2025 die neuen Arbeitsstände zur Endlagersuche veröffentlicht. Im GeoLaB-Erkundungsgebiet haben sich Änderungen ergeben.
In der aktualisierten Bewertung wurde der Tromm-Rücken (vor allem Gemarkung Grasellenbach und Wald-Michelbach) der Kategorie C zugeordnet – also als Gebiet mit keiner oder geringer Eignung für eine sichere Endlagerung eingestuft.
Welche Informationen kann man aus der Karte der BGE ziehen?
Der Auszug aus dem Endlagersuche-Navigator der BGE (s. Karte oben) zeigt: Das Erkundungsgebiet von GeoLaB liegt fast vollständig in Bereichen, die bei der Endlagersuche nicht weiter betrachtet werden. In der Karte erkennt man das gut, wenn man den GeoLaB-Bohrplatz, von dem aus die Erkundungsbohrungen durchgeführt wurden, und den Bereich der GeoLaB-Erkundungen in die Karte einzeichnet. Beide liegen fast ausschließlich in gelben (Kategorie C) oder hellgrauen Bereichen (von der Suche ausgeschlossen). Beide Farben bedeuten: Diese Bereiche wurden als ungeeignet eingestuft.
Der im Westen angrenzende Bereich, der hauptsächlich das Weschnitz-Tal umfasst, bleibt hingegen Teil eines Gebietes, das weiterhin im Auswahlverfahren ist (türkis). Die BGE untersucht dieses Gebiet in weiteren Prüfschritten hinsichtlich seiner Eignung für eine sichere Endlagerung und bewertet es dabei anhand zusätzlicher Kriterien. Dabei können laut Navigator "Bereiche auch zukünftig noch den Kategorien D oder C zugeordnet werden". Das BGE-Standortauswahlverfahren
Was heißt das in Bezug auf GeoLaB?
GeoLaB und die Endlagersuche sind zwei komplett unabhängige Prozesse.
- Die Endlagersuche für die sichere Lagerung von Atommüll für 1 Mio. Jahre läuft bundesweit nach strengen, einheitlichen Kriterien ab.
- Bisher werden die Teilgebiete von der BGE nur rein geologisch, ohne weitere planerische oder wirtschaftliche Aspekte betrachtet.
- Das GeoLaB-Team von KIT, GFZ, UFZ und der TU Darmstadt hat keinen Einblick in die Daten der BGE und ist nicht an der Auswahl von Endlagerstandorten beteiligt.
GeoLaB untersucht nur einen kleinen Bereich der Tromm und zwar mit dem Ziel, ein Forschungslabor für tiefe Geothermie aufzubauen. Dafür sucht es Bereiche mit Klüften.
Die von GeoLaB im Tromm-Bereich gewonnenen Daten gelten ausschließlich für diesen erkundeten Bereich. Denn das Weschnitz-Tal unterscheidet sich geologisch von der Tromm. (Unter der Tromm liegt der Tromm-Pluton, unter dem Weschnitz-Tal der Weschnitz-Pluton - das sind zwei unterschiedliche Gesteinskörper.) Daten, die im Trommgebiet gewonnen werden, lassen sich deshalb aus wissenschaftlicher Sicht nicht auf den türkisenen Bereich des Weschnitz-Tals übertragen.
Die GeoLaB-Erkundungsdaten könnten – wie alle in Deutschland erhobenen Geodaten – von der BGE im Rahmen der Endlagersuche verwendet werden. Sie wurden aber aufgrund der unterschiedlichen Zeitpläne der Prozesse nicht von der BGE berücksichtigt – weder für die Kategorisierung des gelben noch des türkisenen Bereichs im Kartenausschnitt.
Fakt ist also: Die während der GeoLaB-Erkundung gewonnenen Daten beziehen sich auf Bereiche, die von der BGE schon als ungeeignet bewertet wurden (gelbes und hellgraues Gebiet). Und sie erlauben aus wissenschaftlicher Sicht keine Rückschlüsse auf das westlich angrenzende Gebiet (türkis).
Und ganz wichtig: Eine Umwandlung des geplanten Geothermie-Forschungslabors in ein Endlager ist nach wie vor gesetzlich ausgeschlossen. Zudem spricht nun ein weiterer Punkt gegen die vielfach befürchtete Umwandlung von GeoLaB in ein Endlager: Die BGE hat den Tromm-Rücken als für die Endlagerung nicht geeignet eingestuft.
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Der Genehmigungsprozess verläuft als mehrstufiger Prozess im Rahmen des Bundesberggesetzes (BbergG) mit schrittweiser Einzelzulassung. Prüfungen und Genehmigungen erfolgen durch die Hessische Bergaufsicht (RP Darmstadt / Abteilung Umwelt Wiesbaden / Dezernat IV/Wi 44 Bergaufsicht).
Am 15.02.2024 wurde dem KIT die Aufsuchungserlaubnis für das Erlaubnisgebiet Tromm erteilt.
Dabei handelt es sich lediglich um das grundlegende Recht, in einem festgelegten Gebiet einen bestimmten Rohstoff aufsuchen zu dürfen. Es werden dem Inhaber der Aufsuchungserlaubnis noch keine technischen Maßnahmen gestattet. Mit ihr verbunden ist ein Arbeitsprogramm, das der geologischen Erkundung des Erlaubnisgebietes dient.
Im Juli 2024 wurde die bergrechtliche Betriebsplanzulassung für die Erkundung beantragt und im September 2024 genehmigt. Diese Zulassung beinhaltet die Beantragungen von Seismik-Kampagnen, geophysikalischen Untersuchungen wie Geoelektrik, Geomagnetik und Gravimetrie, zwei Erkundungsbohrungen sowie hydrogeologische Beobachtungsmessungen.
Im Rahmen des Verfahrens hört die Hessische Bergaufsicht Fachbehörden und die Träger öffentlicher Belange (u.a. die betroffenen Gemeinden, aber auch Naturschutzverbände) an. Die Gemeinden sind zur Abgabe einer Stellungnahme berechtigt. Das Zulassungsverfahren beinhaltet u.a. die Prüfung der Zuverlässigkeit und vorhandener Fachkenntnisse des Betreibers, die Prüfung nach dem Wasserrecht, dem Imissionsschutzrecht (zu möglichen Lärm- und Schadstoffbelastungen) und dem Naturschutzrecht. Die Hessische Bergaufsicht erstellt und veröffentlicht den Zulassungsbescheid.
Fällt die Prüfung für den Standort Tromm positiv aus, startet ab 2026 die Planungs- und Genehmigungsphase im GeoLaB-Projekt: Umfangreiche Planungen und hierzu notwendige detaillierte Untersuchungen des Untergrunds werden durchgeführt, die Unterlagen für die Genehmigungen zum Bau des Stollens vorbereitet und bei der Hessischen Bergaufsicht eingereicht. Diese prüft die Unterlagen und beteiligt u.a. erneut die betroffenen Gemeinden. Erst wenn die Genehmigungen erteilt sind, kann die Errichtung des Stollens beginnen.
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Das Projekt GeoLaB bietet verschiedene Informationsangebote wie diese Webseite und einen Newsletter. Hier berichten wir über Aktuelles, liefern aber beispielsweise auch Hintergrundinformationen in Form von Reportagen zum Thema Geothermie.
Mit öffentlichen Veranstaltungen wie Informationsabenden oder der Teilnahme an Märkten suchen wir den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern. Informationen zu vergangenen und aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.
Darüber hinaus bietet GeoLaB immer wieder Exkursionen zu den Orten der Erkundung (Baustelle Erkundungsbohrung, Messkampagne) an, damit interessierte Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort dabei sein und Fragen an das Projektteam stellen können.
Weitere Formate für verschiedene Zielgruppen (z.B. Schülerinnen und Schüler) dienen der Wissensvermittlung und dem Austausch. So waren beispielsweise Ende Juni 2025 Schulklassen zu einer Baustellenbesichtigung auf der Tromm eingeladen.
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Sollte die Entscheidung über die wissenschaftliche Eignung des Untergrundes positiv ausfallen, startet die Planungs- und Genehmigungsphase des GeoLaB-Projekts (siehe oben). Im Rahmen dessen werden konkrete Fragen zum Betrieb des Felslabors und zu dessen Bau kritisch von den Genehmigungsbehörden geprüft. Zentral ist dabei die Untersuchung geeigneter Standorte. Hier möchten wir gern die Kommunen, insbesondere die potenziell betroffenen Anwohnenden, in den Umsetzungsprozess einbeziehen und transparent über den jeweiligen Stand informieren.
Da uns Transparenz und Dialog wichtig sind, eruieren wir zu Beginn der Planungs- und Genehmigungsphase in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubeziehen.
Zudem werden sämtliche im Rahmen von GeoLaB erhobenen wissenschaftlichen Daten nach den FAIR-Prinzipien – also auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar – behandelt. Wie in der Wissenschaft üblich, werden die Daten jedoch zunächst qualitätsgeprüft, bevor sie transparent, nachvollziehbar und verantwortungsvoll verfügbar gemacht werden.
Zur Kommunikation nutzen wir eine Vielzahl von Kanälen: unsere Website, Newsletter, Social-Media-Auftritte auf Facebook und Instagram, Flyer an alle, persönliche Gespräche, spezifische Flyer zu einzelnen Messkampagnen sowie Informations- und Dialogveranstaltungen.
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Der Schutz des Wassers hat im GeoLaB-Projekt höchste Priorität. Es soll sichergestellt werden, dass während der gesamten Projektlaufzeit Menge und Qualität der Wasserressourcen (Grund-, Quellwasser und Fließgewässer) in der Tromm-Region geschützt sind. Auch die zuständigen Behörden stellen hohe Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, sind umfassende Messungen, Modelle und Kontrollen notwendig. Nur so können eventuelle Einflüsse rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Ein Team der TU Darmstadt führt daher ein umfassendes „hydrogeologisches Monitoring“ mit zahlreichen Messungen und Untersuchungen durch. Diese Messungen liefern Daten zu Wasserressourcen, Wasserflüssen und -qualität in der Tromm-Region. Über zwei hydrogeologische Jahre hinweg werden diese Daten systematisch aufgezeichnet (Herbst 2025 bis Herbst 2027). Später erfolgt eine fortlaufende Überwachung. So werden der Ist-Zustand erfasst, Konzepte zur Risikominimierung erstellt und mögliche Veränderungen erkannt.
Die TU Darmstadt, als Einrichtung mit der vermutlich größten regionalen Expertise in diesem Bereich, übernimmt die Datenerhebung und erstellt das fachliche Überwachungskonzept. Die TU Darmstadt beginnt schon jetzt damit, um später die bestmögliche Bewertungsbasis zu haben. Konzept und bis dahin erhobene Daten werden anschließend in einem Genehmigungsprozess den zuständigen Behörden zur Prüfung und Bewertung vorgelegt werden. Die Entscheidungen über die Bewertung der Daten und das weitere Vorgehen liegen ausschließlich bei den Genehmigungsbehörden. Weder das KIT noch die TU Darmstadt treffen diese Entscheidungen.
Diese Aktivitäten werden in Abstimmung mit den lokalen Wasserversorgern, Wassermeistern der Gemeinden und den Forstämtern geplant. Selbstverständlich werden die erhobenen Daten an diese Akteure weitergegeben, damit auch das Wassermanagement in der Region davon profitieren kann.
Nähere Informationen zum Thema sind in unserem Flyer zu finden.
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Die Errichtungsphase des Forschungslabors wird temporär Auswirkungen auf Anwohnende haben. So wird der Verkehr durch LKW zeitweise erhöht sein. Wir werden in Abstimmung mit den Behörden und Kommunen Lösungen suchen, die für die lokale Bevölkerung möglichste geringe Auswirkungen bedeuten. Prinzipiell gilt: Das Vorhaben wird alle gesetzlichen Grenzwerte und sonstigen Auflagen - wie bei jedem anderen Bauprojekt - einhalten.
Noch steht kein Standort fest – weder in Zotzenbach, noch irgendwo anders im GeoLaB-Erkundungsgebiet. Im Zuge der Standortfindung werden genau diese Aspekte berücksichtigt und diese Fragen mit großer Sorgfalt geklärt werden.
Fest steht aber schon jetzt: GeoLaB muss von der Behörde genehmigt werden, die alle relevanten Belange sorgfältig prüfen wird. Alle etwaigen Auflagen der Behörde werden von GeoLaB selbstverständlich umgesetzt. Generell ist für uns ein schonender Umgang mit Ressourcen und ein minimaler Eingriff in Natur und Landschaft ein zentrales Anliegen.
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Auch die langfristigen Auswirkungen des GeoLaB-Forschungslabors sind Gegenstand des Planungs- und Genehmigungsprozesses. Da das Forschungslabor unter Tage liegen wird und dort auch die Forschungstätigkeiten stattfinden werden, sind im eigentlichen Forschungsbetrieb nur wenige Auswirkungen zu erwarten. Diese werden während der Betriebsphase konstant und engmaschig beobachtet, z.B. hydrogeologisch in Bezug auf das Wasser und seismisch in Bezug auf Bodenerschütterungen.
Temporäre sichtbare und spürbare Auswirkungen wird dagegen die Errichtungsphase des Forschungslabors haben. Der Bau wird zeitweise Auswirkungen auf Anwohnende und die Umwelt haben. Dabei werden alle gesetzlichen Grenzwerte und sonstigen Auflagen - wie bei jedem anderen Bauprojekt auch - eingehalten.
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Bürgerinnen und Bürger, die von einem Bergschaden betroffen sind, haben einen Anspruch auf Ersatz des Schadens durch den verursachenden Bergbauunternehmer oder den Inhaber der zugrundeliegenden Bergbauberechtigung (hier KIT). Das gilt auch für die Durchführung der Seismik, die Erkundungsbohrungen oder die geophysikalische Messkampagne.
Weiterführende Informationen:
Lexikon der Geothermie, Bundesverband Geothermie: www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/b/bergschadensvermutung
Bundesberggesetz: Gesetzte im Internet: www.gesetze-im-internet.de/bbergg/
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Im Felslabor soll so lange wie möglich geforscht werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft als verantwortliche Forschungsorganisation verpflichtet sich zunächst für zehn Jahre, den Forschungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wünschenswert ist aber eine längere Nutzung für die Forschung. GeoLaB wird – wie die meisten Untertagelabore – als längerfristiger wissenschaftlicher Experimentierraum angelegt, um einen breiten, nachhaltigen wissenschaftlichen Impact zu erzielen. Das Felslabor Äspö (Schweden) wird z.B. seit 1995 betrieben, das Black Forest Observatory (Schwarzwald; KIT / Uni Stuttgart) seit 1972.
Das KIT übernimmt die Verantwortung für das Untertagelabor GeoLaB ab dem Zeitpunkt der behördlichen Genehmigung. Jede Änderung der Nutzung oder eine neue Nutzung kann ausschließlich im Rahmen eines erneuten Genehmigungsprozesses umgesetzt werden. Soll der Stollen zu einem späteren Zeitpunkt stillgelegt oder übergeben werden, erfolgt dies auf Grundlage eines Abschlussbetriebsplans sowie eines Zukunftsplans; wie üblich werden dabei die Stellungnahmen der öffentlichen Belange einbezogen. Das KIT hat als Forschungseinrichtung selbstverständlich keine Gewinnorientierung bei seinem Handeln.
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Seit Juni 2024 unterliegen Teile des Gebietes, in denen GeoLaB forscht, Vorgaben aus der Allgemeinverfügung des Landkreises Bergstraße zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).
Für die Umsetzung unserer Messkampagnen und aller weiteren Aktivitäten stehen wir im Austausch mit der Allgemeinen Veterinärverwaltung des Kreises Bergstraße. Die einzelnen Messkampagnen und Maßnahmen werden auf Durchführbarkeit geprüft. Für uns bedeutet das, dass wir Messkampagnen gegebenenfalls anpassen. Die Durchführung wird für jede einzelne Maßnahme vom Veterinäramt freigegeben. Erst dann können die Messkampagnen unter Einhaltung der vom Veterinäramt auferlegten Regeln durchgeführt werden.