Nächste Schritte
Das Projekt GeoLaB gliedert sich in mehrere Projektphasen: Aktuell läuft die Erkundungsphase, daran schließt sich später die Umsetzungsphase an. Erst danach beginnt der eigentliche Forschungsbetrieb.
Projektphasen | GeoLaB
Erkundungsphase
Seismik-Truck im Einsatz auf der Tromm. © GFZ
Bohrplatz mit Schallschutzwand auf der Tromm. © KIT
In der Erkundungsphase führen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder von ihnen beauftragte Fachfirmen in 2024 und 2025 Untersuchungen bei Wald-Michelbach, Grasellenbach und Rimbach durch. Dabei soll die Frage geklärt werden: Eignet sich die Gegend rund um die Tromm geologisch tatsächlich für das Forschungslabor? Die Ergebnisse aller Untersuchungen werden in einem wissenschaftlichen Standortgutachten zusammengefasst. Die Entscheidung über die geologische Eignung der Tromm-Region ist für das späte Frühjahr 2026 geplant.
Es fanden und finden verschiedene Untersuchungen statt, die jeweils von der Hessischen Bergaufsicht genehmigt worden sind:
» Hydrologisches Monitoring: Probennahme und weitere Messstellen rund um das Thema Wasser zur hydrogeologischen und hydrochemischen Datenermittlung
» Seismisches Monitoring: passive Überwachung der Bodenerschütterung durch Seismometer-Messstellen
» Seismik: Der Untergrund wurde mit Hilfe von Schallwellen, die durch Vibration erzeugt werden, untersucht.
» Geophysikalische Messungen: Mit weiteren Messkampagnen wurden beispielsweise elektrische und magnetische Eigenschaften des Untergrundes bestimmt.
» Erkundungsbohrungen: Zudem wurde von der Tromm in die Tiefe gebohrt, um die geologischen Schichten noch genauer zu erkunden.
Seismik
Geophysik
Erkundungsbohrungen
Umsetzungsphase
Sollten die Untersuchungen der Erkundungsphase zeigen, dass das Trommgebiet ein geeigneter Forschungsstandort ist, gehen die Planungen weiter. 2026 könnte die Umsetzungsphase beginnen. Nach der Entscheidung zum „Ob“ beginnt die konkrete Planung zum „Wie“. Erst dann beginnt also das Planungs- und Genehmigungsverfahren, das mit aller Sorgfalt durchgeführt wird und deswegen weitere Monate/Jahre dauern wird. Es werden umfangreiche Genehmigungen benötigt. Die Genehmigung verläuft als mehrstufiger Prozess im Rahmen des Bundesberggesetzes (BbergG). Prüfungen und Genehmigungen erfolgen durch die Hessische Bergaufsicht.
Während der Umsetzungsphase des Stollens kann es für Anwohnende zu Störungen kommen, zum Beispiel durch Lärm oder Verkehr. Es werden Wege gesucht, wie Verkehr vermieden werden kann, zum Beispiel durch die Nutzung des Abraums vor Ort. Sobald klar ist, wann die Baustelle eingerichtet wird und welche Folgen das für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort hat, werden diese direkt informiert.